15.08.2013 - Risikobeurteilung und Naturkatastrophen

02.08.2013 - Risikobeurteilung versus Naturkatastrophen

Hersteller von Maschinen und Anlagen müssen gemäß der Maschinenrichtlinie seit 1995 im Rahmen der Technischen Dokumentation eine Gefahrenanalyse bzw. seit dem 29.12.2009 eine Risikobeurteilung auch für eigengenutzte Arbeitsmittel den zuständigen Marktüberwachungsbehörden vorlegen können. Die Maschinenrichtlinie fordert eine 10-jährige Aufbewahrungsfrist vom Tag der ersten Inverkehrbringung bzw. Inbetriebnahme im Falle des Eigengebrauchs.

 

Befindet sich der Aufstellungsort der Maschine in einem erdbebengefährdeten Gebiet, wie z. B. in Italien, hat der Maschinenhersteller dafür Sorge zu tragen, dass von der gelieferten Maschine alle Sicherheits- und Gesundheitsschutzbezogen Anforderungen auch  bzgl. geophysikalischer Ereignisse betrachtet werden. Hans-J. Ostermann hat dazu bereits eine FAQ bezogen auf einen Lift veröffentlicht – s. http://www.maschinenrichtlinie.de/ce-faq/sicherheitsanforderungen/#c861

 

Die aktuelle Druckgeräte-Richtlinie sowie der Neuentwurf aus 2013 formulieren es eindeutig im Anhang I:

 2.2.1. Druckgeräte sind auf Belastungen auszulegen, die der beabsichtigten Verwendung und anderen nach vernünftigem Ermessen vorhersehbaren Betriebsbedingungen angemessen sind. Insbesondere sind die folgenden Faktoren zu berücksichtigen:

— Belastungen durch Verkehr, Wind und Erdbeben;

 

Eine Hilfestellung zur Ermittlung von Naturkatastrophen gefährdeten Gebieten bietet seit 2013 die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft an.
Quelle: Geo Risks Research

 

Diese viele weitere Inhalte werden bei der Ausbildung zum CE-KOORDINATOR besprochen. Der nächste Lehrgang startet am 8.10.2013. Weitere Info unter www.CEKOORDINATOR.de 

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